Löwenzahn – ein Wildkraut, das jedes Kind kennt

Löwenzahn ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Er hilft zu entschlacken und zu entwässern, ist verdauungsfördernd und stoffwechselanregend, gallen- und harntreibend, blutdrucksenkend – und schmackhaft.

Löwenzahn versorgt den Körper mit wichtigen Bitterstoffen und ist eine hervorragende Zutat für Salate und Smoothies. Im Frühjahr leuchtet er auf  jeder Wiese in kräftigem Gelb, aber auch im Winter findet Ihr ihn im Garten und auf Rasenflächen, die nicht gerade Golfplatz-Maßstäben genügen :-). Die Blätter sind jetzt kleiner und fester als in der wärmeren Jahreszeit, und die Nährstoffe sind in noch höherer Dichte vorhanden.

Jedes Kind kennt Löwenzahn – und damit eignet er sich hervorragend für den Einstieg in die Wildkräuterverarbeitung.

LöwenzahnLöwenzahnKorb

eine Handvoll junge Löwenzahnblätter
eine Handvoll Spinat oder Feldsalat
1 Scheibe frische Ananas
1/4 Mango
1 Apfel
1/2 Banane
1/4 Limette ohne Schale
300 g Wasser

Löwenzahnblätter und Spinat gründlich waschen und verlesen, Ananas, Mango, Limettenscheibe und Banane schälen. Apfel vierteln und vom Stielansatz befreien. Alle Zutaten in den Mixer geben und dann mit dem 60-Sekunden-Programm im OmniBlend mixen.

TAG 4: Zitronenmelisse vs. Weintrauben

Zitronenmelisse vs. Weintrauben

Zum Bergfest gibt´s was für die Seele: Das hier war der Favorit unserer Vorkosterrunde 🙂

eine große Handvoll Zitronenmelisse
eine Handvoll Weintrauben
1 Apfel
1/4 Limette ohne Schale
1/4 Avocado
250 g Wasser

Tag4BehälterTag4Smoothie

Alle Zutaten waschen und vorbereiten, dann mit dem 60-Sekunden-Programm im OmniBlend mixen.

Melisse gilt als klassisches Heilkraut gegen Unruhe und Schlaflosigkeit – diese Wirkung gilt in der Schulmedizin als gesichert. In der Pflanzenheilkunde wird Melisse seit Urzeiten gegen alle möglichen Beschwerden eingesetzt – im Mittelalter galt sie als so unentbehrlich, dass sie in allen Klostergärten angebaut werden musste.Hildegard von Bingen empfahl sie bei Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, rheumatischen Erkrankungen und Magenbeschwerden, und äußerlich angewandt wirkt sie wegen ihrer antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften gegen Herpes.

In der Küche kann sie als frische Beigabe zu Salaten oder Kompotten verwendet werden, sie eignet sich hervorragend, um im Sommer Kaltgetränke zu aromatisieren, und auch Tee und Wein lassen sich aus der Melisse herstellen.

Bitte beachten Sie, dass auch Heilkräuter unerwünschte Nebenwirkungen haben können und dass es Umstände gibt, unter denen Sie bestimmte Kräuter nicht zu sich nehmen sollten.

Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Von wegen Unkraut!

Kaum zu glauben, dass fast jeder Gartenbesitzer versucht, die Brennnessel mit Stumpf und Stiel auszurotten – immerhin leistet sie seit Menschengedenken in zahlreichen Lebensbereichen wertvolle Dienste: als Tee und als pflanzliche Beilage in der Küche, als vielseitige Heilpflanze, als Dünger im Gemüseanbau, als wichtiges Beifutter in der Viehzucht und sowohl als Faser als auch als Färbepflanze in der Textilindustrie.

Die Brennnessel ist fast auf der ganzen Welt verbreitet, und ihr ausgedehntes und weit verzweigtes Wurzelwerk sorgt dafür, dass sie immer wieder ausschlägt. Sie siedelt sich gern auf brachliegenden Flächen an und wirkt so der Bodenerosion entgegen. Dabei bevorzugt sie sonnige bis halbschattige Standorte und stickstoffhaltige Böden. Sie ist ein ausdauerndes, mehrjähriges Gewächs und und wird bis zu 1,50 m hoch. An ihren Sprossen und Laubblättern befinden sich feine Brennhaare, die bei der kleinsten Berühung abbrechen und einen schlangengiftähnlichen Stoff enthalten, der bei Berührung ein unangenehmes Brennen verursacht.

In Zeiten knapper Nahrung diente die Brennnessel als “Ersatzspinat” und konnte mit ihrem hohen Gehalt an Eisen und Mineralien dazu beitragen, dass wenigstens die Versorgung mit lebenswichtigen Mineralien sichergestellt war. In der ökologischen Viehzucht wird sie aus diesem Grund auch heute noch gerne als vitaminreiches und kräftigendes Beifutter für Küken, Ferkel und Kälber genutzt.

Die Heilwirkung der Brennnessel ist weithin bekannt: die harntreibende und blutbildende Wirkung war schon römischen und griechischen Ärzten bekannt, und auch die schleimlösende und gallenstärkende Wirkung wird in der Naturheilkunde oft beschrieben. Die in der Brennnessel enthaltenen Gerbstoffe helfen gegen Magenbeschwerden und bei Durchfall, und Muskel- und Gelenkerkrankungen lassen sich im Rahmen einer Kur therapieren. Selbst schmerzlindernde Eigenschaften gegen rheumatische und arthritische Beschwerden konnten in einer Studie nachgewiesen werden. Nur bei eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion sollte die Brennnessel nicht angewendet werden.

Schon vor Jahrtausenden wurden Brennnesseln für die Herstellung von Fischernetzen, Stricken und Stoffen verwendet. Die Stängel der alten Pflanzen der Großen Brennnessel haben sehr lange und feste Bastfasern, die extrem reißfest sind und viel Feuchtigkeit aufnehmen können. Deshalb wurden sie noch im Zweiten Weltkrieg für die Herstellung von Armee-Bekleidung verwendet. In früheren Zeiten galten sie als Leinen der armen Leute, und insbesondere zu Zeiten der Baumwollknappheit boomte der Anbau von Brennnessel für die Textilindustrie. Seit Hanf als alternativer textiler Rohstoff wiederentdeckt wurde, ist daneben auch Nessel wieder mehr in den Blickpunkt gerückt.

Große Brennnessel (Urtica dioica), Haarnessel, Saunessel, Nettel, Donnernessel, Feuerkraut, Eselskraut, Scharfnessel, Hanfnessel
Brennessel_jung

Brennnesseltee:

8 TL junge getrocknete Brennnesselblätter mit
1 Liter kochenden Wasser übergießen.
Sud 10 Minuten lang ziehen lassen und mit einem feinen Sieb abseihen.

2 – 3 Tassen pro Tag trinken

Wirkt harntreibend, entzündungshemmend, entschlackend und schmerzlindernd.

Frisches Grün im Winter

Pimpinelle, Kleiner Wiesenknopf, Pimpernelle, Drachenblut, Blutströpfchen (Sanguisorba minor)

Eines der wenigen Würzkräuter, die in unseren Breiten beheimatet sind, ist die Pimpinelle. Sie zählt zu den Rosengewächsen und ist inmitten sonnig gelegener Wiesen oder an Wegrändern außerhalb des Waldes anzutreffen. Auch im Garten und in Töpfen auf dem Balkon gedeiht sie gut und kann in milden Wintern das ganze Jahr über geerntet werden.

PimpinelleTonscherbe

Pimpinelle enthält außerordentlich viel Vitamin C und kann aufgrund ihrer harntreibenden, verdauungsfördernden und entzündungshemmenden Wirkung auch als Heilkraut verwendet werden. Heute schätzt man vor allem das nussige, leicht nach Gurken schmeckende Aroma, das Salatsaucen, Kräuterquark und Kräuterbutter ihre unverwechselbare Note verleiht.

Pimpinelle entfaltet ihr Aroma besonders dort, wo sie auf feuchten, aber nicht nassen Böden wächst und wird am besten nach Regengüssen geerntet. Gekocht oder getrocknet verliert sie ihr Aroma und wird deshalb immer frisch verwendet. Wer die feinen Blätter länger aufbewahren will, kann sie einfrieren.

Pimpinelle auf Teller

Rezepte:

Veganer Kräuterquark

500 g Sojajoghurt (z.B. von Berief, der ist nicht so süß wie der Alpro-Naturjoghurt) über Nacht in Filterpapier oder in einem Tuch abtropfen lassen. Vor der Verarbeitung die restliche Flüssigkeit auspressen. Mit einem Löffel vom Tuch abnehmen und in eine Schüssel geben.

1 Tasse frische Kräuter (Pimpinelle, Schnittlauch, Petersilie, Kresse, Kerbel, evt. Knoblauch) und eventuell etwas Öl hineinrühren.

Mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit frischem Brot oder zu Pellkartoffeln reichen.

Kräuterquark_Glasschälchen

Kräuterquark

1 Tasse frische Kräuter (außer Pimpinelle z.B. Schnittlauch, Petersilie, Kresse, Kerbel, evtl. Knoblauch) in 500 g Quark einrühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit frischem Brot oder zu Pellkartoffeln reichen.

Pimpinellentee

Tee

20 g frische Blätter mit 1l kochendem Wasser aufgießen, 5 min ziehen lassen, täglich 2-3 Tassen trinken

wirkt adstringierend, blutstillend, harntreibend, schweißtreibend

als Tee Anwendung bei Verdauungsschwäche, Mundschleimhautentzündung, Darmentzündungen, Leberschwäche, Frühjahrsmüdigkeit, Blasensteinen