Pflaumenzeit

“Vor jeder Mahlzeit drei Pflaumen essen” – diesen Gesundheitstipp gab mir vor Jahren ein agiler 80-jähriger, der seinen Bio-Bauernhof gerade an seine Tochter übergeben hatte… Im August und September aß er die Früchte frisch vom Baum, den Rest des Jahres dann als Trockenobst aus eigener Ernte und Herstellung.
Pflaumen stammen ursprünglich aus Vorderasien – die ältesten historischen Nachweise sind getrocknete Pflaumen, die die alten Ägypter ihren Toten als Grabbeigabe für die Versorgung im Jenseits mitgaben – schließlich taugten die Trockenfrüchte auch zu Lebzeiten als vitaminreiche und nahrhafte Wegzehrung für die langen Karawanenwege… Die Griechen lobten besonders die heilende Wirkung des Steinobstes, und die Römer, ebenfalls von den heilenden Eigenschaften der Früchte überzeugt, brachten die Pflaume schließlich nach Nordeuropa.

Ernte Pflaume Apfel BirnePflaume Apfel Birne Romana

In der Volksheilkunde werden sowohl getrocknete Pflaumen als auch Saft aus getrockneten Früchten traditionell als Abführmittel empfohlen. Das in der Schale enthaltene Sorbit und viele Ballaststoffe bringen die Verdauung in Schwung.
In jeder getrockneten Pflaume stecken außerdem etwa 4 mg Magnesium und 5 mg Kalzium und damit etwa ein Zehntel (Magnesium) bzw. ein Fünftel (Kalzium) Ihres Tagesbedarfs. Daneben enthalten Pflaumen Provitamin A, Vitamin C und beinahe alle B-Vitamine, Spurenelemente wie Zink und Kupfer, Phosphor, Vitamin K und Bor, sowie sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die für die Vorsorge vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen wichtig sind und neuesten Studien zufolge sogar vor Osteoporose schützen können.
Getrocknete Pflaumen sind ein hervorragender Energielieferant – aber übertreiben Sie es nicht: die Trockenfrüchte schlagen mit etwa 250 Kcal pro 100 (entsteinter) Früchte zu Buche – das sind 25 Kcal pro Stück. Frische Pflaumen enthalten dagegen nur etwa 15 bis 18 Kcal. Mehr als 100 g getrocknete Pflaumen sollten Sie pro Tag außerdem nicht verzehren, um Darmprobleme zu vermeiden.
Und der Unterschied zwischen Zwetschgen und Pflaumen? Pflaumen sind groß und oval, ihr Fruchtfleisch ist weich und sie haben eine sogenannte Fruchtnaht – den Zwetschgen fehlt diese Fruchtnaht, sie sind kleiner und länglicher, ihr Fruchtfleisch fester.
In der Küche werden Pflaumen traditionell sowohl zu süßen als auch zu deftigen Gerichten verwendet – als Füllung von Gänse- und Entenbraten, als Kompott zu Hefeklößen… Echtes Pflaumenmus, in manchen Gegenden auch Latwerge genannt, kocht über Stunden mit Zimt, Anis und anderen Gewürzen ein. Im Norden gehört das Pflaumenmus auf den Boden der berühmten Friesentorte, und frischer Zwetschgenkuchen wird wohl überall mit großer Begeisterung und einem Löffel frischer Schlagsahne gegessen – oder Sojasahne, denn auch vegan ist ein Zwetschgenkuchen ein großer Genuss. Rezept und Bilder folgen!

Übrigens sind auch Konfitüre und Eis (http://omniblend.de/blog/erdbeer-pflaume-eis / ) aus Pflaumen nicht zu verachten.

PflaumenPflaume Apfel Birne Salat im Glas

Heute sind die frischen Früchtchen, gestern im Garten geernet, erst einmal im Büro-Smoothie gelandet:

eine Handvoll Salatblätter
eine Handvoll Pflaumen, entsteint
zwei Äpfel, geviertelt und ohne Stielansatz
eine Birne, geviertelt und ohne Stielansatz
ein großes Glas Wasser (ca. 300 ml)

Zutaten im OmniBlend mit dem 90-Sekunden-Programm cremig mixen. Ein dunkelgrüner Smoothie, der je nach Reifegrad der Früchte süßer oder knackiger schmeckt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.