Cashew-Schoko-Brotaufstrich

Schnell gemixt und schokoladig lecker!

Dieser Cashew-Schoko-Brotaufstrich besteht aus drei bis vier Zutaten, enthält kein Palmöl, keinen raffinierten Zucker und keine Milch. Die gerösteten Cashew-Kerne lassen sich blitzschnell und problemlos zu einer geschmeidigen Creme mixen, ohne Wartezeiten einplanen zu müssen.

Ein Aufstrich, der sich schnell noch vor dem Frühstück zubereiten lässt!

Es gibt ja viele Gründe, Brotaufstriche selbst zuzubereiten: Allergien und Unverträglichkeiten, Abneigung gegen bekannte Markenprodukte, Verzicht auf Zucker oder tierische Produkte, kleine Kinder im Haus (oder zu Besuch) – oder einfach nur Spaß am Experimentieren und Selbermachen. Ganz egal, warum Ihr nicht einfach nach einem fertigen Glas aus dem Supermarkt greift, hier ist ein Basisrezept, mit dem der schokoladige Brotaufstrich garantiert gelingt.

Der Aufstrich besteht in diesem Fall nicht aus rohen und fair gehandelten Zutaten, denn es waren die gerösteten und ungesalzenen Cashewkerne im Regal des Discounters, die den Anstoß zu dieser Rezeptidee gaben. Die Zubereitung lässt sich aber natürlich ganz leicht abwandeln, so dass Ihr politisch und ernährungstechnisch auf der grünen Seite seid, wenn Ihr das wollt.

Diese Zutaten solltet Ihr im Haus haben

2 Dosen geröstete und ungesalzene Cashew-Kerne (insgesamt 300g)
1-2 EL schwach entöltes Kakaopulver (nach Bedarf)
20 g Schokolade (dunkel oder hell, je nach Vorliebe)
1 EL Agavendicksaft, Kokosblütensirup oder ein anderes Süßungsmittel nach Wunsch

Zubereitung

Cashew-Kerne in den Mixer geben und die Taste LOW starten. Wenn sich eine Blase um die Messer bildet, den Stößel zur Hand nehmen und die Masse nach unten schieben, so dass die Messer die Kerne wieder erfassen. Die Cashew-Kerne sind so weich und geben ihren Fettanteil so schnell frei, dass die Masse cremig wird, bevor der Mixer heiß läuft.

Wenn aus den Cashew-Nüssen eine geschmeidige Creme geworden ist, die restlichen Zutaten hinzugeben:

Herbe Schokocreme

1-2 schwach gehäufte EL Kakaopulver und 20 g dunkle Schokolade in die Masse geben und noch einmal die Taste LOW betätigen, bis der Aufstrich eine homogene Konsistenz hat.

Kinder-Schokocreme

1 gestrichenen TL Kakaopulver, 20 g helle Schokolade und 1 EL Agavendicksaft (oder ein anderes Süßungsmittel) in die Masse geben und noch einmal die Taste LOW betätigen, bis der Aufstrich eine homogene Konsistenz hat.

Pragmatische Variante

Einen der zehn Schokohasen, die noch von Ostern übrig sind, zusammen mit 1 EL Kakaopulver in die Masse geben. Taste LOW betätigen, bis der Aufstrich eine homogene Konsistenz hat.

Aufbewahrung und Reinigung des Behälters

Schokocreme mit einem Spatel aus dem Mixer nehmen und in ein Schraubglas oder ein verschließbares Gefäß umfüllen. Das ist logischerweise eine recht mühselige Angelegenheit, denn schließlich ist ein Standmixer eigentlich für Flüssigkeiten gemacht, die sich leicht entnehmen (ausschütten) lassen.

Wir empfehlen deshalb, den Rest einfach weiterzuverarbeiten:

Cashew-Schoko-Drink

200 ml Wasser in den Behälter geben und Taste HIGH betätigen. So lange mixen, bis die Reste unter den Messern sich gelöst haben. Damit der Drink heiß wird, 3 x das 90-Sekunden-Programm laufen lassen. Entweder gleich trinken oder in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren und später mit etwas Eis kühl genießen.

Schoko-Nicecream

2-3 Bananen, in Stücken eingefroren, leicht antauen lassen und in den Mixer geben. Taste LOW starten und mit Hilfe des Stößels zügig zu einem cremigen Eis verarbeiten. Diese Masse ist leichter zu entnehmen, weil sie nicht so klebt…

Anschließend warmes Wasser und einen Schuss Handspülmittel in den Behälter geben und das 60-Sekunden-Programm starten. Nun haben sich alle Reste endgültig gelöst, und der Behälter kann problemlos von Hand gespült und abgetrocknet werden.

Ein weiteres gutes Schoko-Eis-Rezept findet Ihr übrigens hier.

 

 

 

 

 

Schnell und einfach: Mayonnaise aus dem OmniBlend

Mayonnaise vegan mex Holz Tulpe Glas Holzlöffel Draufsicht

Vegane Mayo lässt sich im OmniBlend ganz schnell selbst zubereiten:

1/2 Tasse Sojamilch
1 Tasse Öl
1 TL Zitronensaft
1 TL Senf
Salz, Pfeffer und Kurkuma zum Abschmecken
wenn gewünscht, eine gepresste Knoblauchzehe

Sojamilch, Zitronensaft, Senf und Gewürze in den OmniBlend geben, Deckel ohne Verschlusskappe aufsetzen, Mixer einschalten (Taste LOW) und Öl langsam zugeben. Nach kurzer Zeit wird die Mayonnaise fest. Das kann man sehen und hören (das Geräusch des Mixers verändert sich). Sofort servieren, oder im Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

Mayonnaise Glas Zutaten Holzlöffel Tulpe dunker Tisch

Grüne Spargelcremesuppe

Spargelsuppe Teller DetailSpargelsuppe aus der Tüte? Geht gar nicht! Zumal es wirklich einfach ist, sie selbst zu kochen – oder aus rohen Zutaten zuzubereiten. Hier findet Ihr beide Rezepte. Das Rezept für die Rohkost-Suppe könnt Ihr Euch nächste Woche außerdem im Videoclip ansehen.

Spargelsuppe lässt sich übrigens nicht nur aus weißem Spargel zubereiten, auch der grüne schmeckt perfekt. Wenn Ihr die weiße Variante bevorzugt, haltet nach Spargelbruch Ausschau, der ist etwas preisgünstiger.

Zutaten:

500 g Spargel
1,5 L Wasser
Salz und Zucker für das Kochwasser
Margarine oder Butter und
Mehl Type 405 für die Mehlschwitze
Pfeffer
Salz
Muskatnuss
Zitronenmelisse
2-3 EL Mandelmus (wahlweise)

Zubereitung:

Wasser in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen und ca. 1 TL Salz und 1 TL Zucker hineingeben. Spargel waschen bzw. schälen, die holzigen Enden entfernen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden.

Von ca. 5 Spargelstangen die Köpfe abtrennen und in kleine Stücke schneiden. Für die Dekoration an die Seite legen.

grüner Spargel Brettchen Messer

Spargel in das kochende Wasser geben und ca. 10-15 min kochen (je nach Dicke der Spargelstangen). Anschließend das Spargelwasser abschütten und in einem zweiten Gefäß aufbewahren.

gekochter grüner Spargel Schüssel

Spargelwasser im Topf

In einem Topf 2 EL Margarine oder Butter zum Schmilzen bringen und ein wenig anbräunen lassen, 2-3 EL Mehl dazugeben, mit dem Fett verrühren und etwas Spargelwasser dazugeben. Mit einem Schneebesen schnell (oder mit einem Löffel sehr schnell) glattrühren und dabei weitere Flüssigkeit hinzugeben, bis Ihr eine gleichmäßige Creme habt. Topf vom Herd nehmen.

Sollte die Mehlschwitze klumpen, geratet nicht in Panik – schließlich habt Ihr einen OmniBlend, mit dem Ihr jede Sauce wieder glattrühren könnt :-)!

Mehlschwitze Topf Herd

Den gekochten Spargel, das Mandelmus, die gehackte Zitronenmelisse, die Gewürze und ca. 1/2 Liter Spargelwasser in den OmniBlend geben und auf höchster Stufe cremig mixen. Anschließend zur Mehlschwitze geben (oder eventuell die Mehlschwitze ebenfalls in den Mixer geben und noch einmal aufmixen), dann wieder in den Topf gießen. Wenn Ihr meint, zu viel Creme zu verschwenden, gießt noch einmal etwas Spargelwasser in den Mixer und pulst zwei, drei Mal, damit der Behälter “sauberer” wird, anschließend auch diese Flüssigkeit zur Suppe geben.

Suppe noch einmal erhitzen und abschmecken. Von dem restlichen Spargelwasser soviel zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und eventuell noch etwas Salz und geriebene Muskatnuss zugeben.

Glasteller Muskatnuss Zitronenmelisse Pfeffer Salz Reibe

Auf tiefen Tellern servieren und mit den gehackten Spargelköpfen, etwas frisch gemahlenem Pfeffer aus der Mühle und eventuell weiteren Zitronenmelisse-Blättchen garnieren. Guten Appetit!

Das Rohkost-Rezept findet Ihr morgen hier im Blog!

Feines Mandelmus könnt Ihr hier bestellen:

SOYANA BioMandelpüree im 1-L-Eimer

Spargelsuppe weißer Teller Löffel

 

 

 

Vegan und in Rohkostqualität: Mozzarella aus dem Mixer

Das hier wird definitiv eines meiner Lieblingsrezepte: ein genialer “Mozzarella”, der aus lediglich drei Zutaten besteht und unglaublich lecker ist – in Zukunft wird es bestimmt auf jedem Geburtstagsbüffet eine vegane Tomaten-Mozzarella-Platte geben!

Das Original-Rezept stammt aus dem Blog nordischroh.com – diese Mozzarella-Variante ist eine Original-Nordischroh-Erfindung! – und ich poste die Zubereitung hier mit einer Fotostrecke, weil ich gefragt wurde, ob auch der OmniBlend für die Zubereitung geeignet ist. Um es vorwegzunehmen: Natürlich ist er das, aber wie immer, wenn die Zutaten fester sind, müsst Ihr Euren Mixer kennen und ein bisschen tricksen.

Hier sind die Zutaten:

100 g Cashewkerne
1 EL frisch gepresster Zitronensaft
2 EL Flohsamenschalen gemahlen
200 ml Wasser

Cashewkerne für MozzarellaCashewkerne in ein Schälchen geben und mit Wasser bedecken. Mindestens zwei Stunden einweichen lassen.

Flohsamenschalen mahlen bzw. 2 gestrichene EL Flohsamenschalenpulver mit 200 ml Wasser verrühren und ebenfalls mindestens zwei Stunden quellen lassen.

 

 

 

Mozzarella Zutaten

Weil 2 EL Flohsamen sich mit dem OmniBlend nicht mahlen lassen (zu wenig Material :-)), habe ich versucht, sie in einer kleinen, alten KRUPS-Mühle zu mahlen, aber das Ergebnis ist nicht besonders fein geworden.

Da ich die Quelleigenschaften der Flohsamen kenne, war mir klar, dass das Rezept auch so funktionieren würde und dass lediglich die Schalenreste optisch ein wenig stören würden.

 

 

Zutaten Mozzarella im Behälter Die Cashewkerne abschütten und spülen, dann mit dem Zitronensaft und den gequollenen Flohsamen in den Mixbehälter geben.

Die Alternative (für den nächsten Versuch): bereits gemahlene Flohsamenschalen im Reformhaus kaufen – oder eine größere Menge vorab mahlen.

Die Flohsamen werden zu einer sehr festen, gallertartigen Masse, wenn sie aufgequollen sind.

Ich habe deshalb erst einmal die Pulstaste betätigt, um die Zutaten zu vermischen.

Zutaten Mozzarella im Behälter von außen

Wie erwartet, hat sich unter dem Mixgut daraufhin sehr schnell eine Blase gebildet, und die Messer drehten im Leerlauf.

Da mein 2-L-Behälter ungefähr bis zur 300ml-Markierung gefüllt war, war aber klar, dass ich die Masse mit Stößel in die Messer würden drücken können, und so habe ich die LOW-Taste gedrückt, die Cashew-Flohsamen-Masse mit dem Stößel ein wenig bewegt und nach unten gedrückt, und im nächsten Moment packten die Messer den Käse und kneteten ihn sozusagen kräftig durch.

 

veganer Mozzarella Behälter

Nach 15 bis 20 Sekunden konnte ich den Mixer schon wieder ausschalten – da sah die Masse nämlich schon ziemlich nach Mozzarella aus – mit der Einschränkung, dass die unvermahlenen Schalenreste den “Käse” mit ein paar Sprenkeln versehen hatten.  Nach diesem Mixvorgang füllt Ihr den Mozzarella in ein Schälchen um und stellt ihn für ein oder zwei Stündchen in den Kühlschrank. Damit erhält er endgültig seine schnittfeste Konsistenz und verändert sich geschmacklich noch etwas. Nach dem Kühlschrankaufenthalt schmeckt er sozusagen neutral – wie Mozzarella eben.

 

veganer Mozzarella Schale

Sorry, meine Familie hat sich so schnell über das Experiment hergemacht, dass ich keine Chance hatte, den Käse hübsch anzurichten :-).

Beim nächsten Versuch mache ich weitere Fotos, um Euch von dieser genialen Idee zu überzeugen, versprochen!

Merken

Hier kocht die Seele mit

Gestern auf der Kaffeetafel: der Griechische Zitronenkuchen aus dem wunderbaren Buch von Roland Rauter, “einfach vegan – Genussvoll durch den Tag”:

Griechischer Zitronenkuchen_1Rauter Kochbuch

Ein Grund, bei all den Tausend Neuerscheinungen veganer Koch-, Back- und Lebenshilfebücher, die in diesem Herbst erscheinen, mal eines zu besprechen, das zu den Trendsettern gehörte und nicht nur außergewöhnliche Rezepte, sondern auch unglaublich schöne Fotos zu bieten hat.

Roland Rauter ist gelernter Koch und seit Jahren Veganer aus Überzeugung. Man merkt seinen Rezepten an, dass er jahreland in der Spitzengastronomie gearbeitet hat und nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Kulturen in die Töpfe schauen konnte.

Ganz selbstverständlich kombiniert er Gewürze aus aller Welt mit heimischen Gemüsesorten oder klassischen Rezepten, und auf diese Weise entstehen dann Gerichte, die gar nicht furchtbar komplex sind, aber ganz neu und ungewöhnlich schmecken: Waffeln aus Kichererbsen-Mehl, Zwiebelschmalz mit Kurkuma und Ingwer gewürzt und Sauerkrautauflauf mit karamellisierten Pekannüssen garniert.

In Szene gesetzt werden seine außergewöhnlichen Rezepte von Alexandra Schubert, die gelernte Werbefotografin ist und auch alle anderen Buchprojekte Rauters begleitet hat.

Rauters “einfach vegan” ist kein Einsteigerkochbuch, das veganes Leben auf Tofu- und Sojakonsum reduziert, sondern eine Fundgrube interessanter und dennoch gut umsetzbarer Rezepte, die zeigen, wie abwechslungsreich und spannend die vegane Küche ist. Das neueste Werk (Buch Nr. 6, wenn ich richtig gezählt habe) erscheint übrigens im November unter dem Titel “einfach vegan vom Feinsten!”.

Rauter, Roland
einfach vegan – Genussvoll durch den Tag
Schirner Verlag
ISBN 978-3-8434-1055-7
EUR 19,95

320x320_978-3-8434-1108-0

einfach vegan vom Feinsten!
Schirner Verlag
ISBN 978-3-8434-1108-0
EUR 19,95

Alle weiteren Bücher von Roland Rauter:
http://www.schirner.com/katalog/roland-rauter-a-129.html

Gesunde Süße aus Trockenfrüchten

Als gesunder und vollwertiger Zuckerersatz eignet sich Püree aus Trockenfrüchten und Wasser, im OmniBlend im Windeseile zubereitet.

100 g Trockenfrüchte, zum Beispiel Datteln, Aprikosen, Rosinen oder Pflaumen
Wasser zum Einweichen und Wasser zum Mixen

Trockenobst in ein Glas geben, mit Wasser bedecken und über Nacht (oder aber für mindestens 4 Stunden) einweichen, dann das Einweichwasser abschütten, mit frischem Wasser zur Hälfte wieder auffüllen und in den Mixbehälter geben.

Zu Beginn mehrmals die Pulstaste betätigen. Dann mit Taste Low cremig mixen.

Trockenfrüchte-Püree aus 100 g Früchten ersetzt ca. 100 g Zucker und kann als Zutat für Kuchen, vollwertige Desserts und Eis verwendet werden. Im Kühlschrank aufbewahren.

TrockenfrüchteTrockenfrüchtepüree

Cashew-Sahne

Cashew-Sahne eignet sich hervorragend als Zutat für veganes Eis und süße Desserts, aber auch als Grundlage für veganen Frischkäse aus dem OmniBlend.

Cashews eingeweicht GlasHier ist das Rezept:

150 g Cashew-Nüsse
Wasser zum Einweichen und Wasser zum Mixen

Cashew-Nüsse in ein Glas geben, mit Wasser bedecken und ein paar Stunden (oder über Nacht) einweichen. Wasser abschütten, dann wieder mit frischem Wasser auffüllen und mit der Taste High im OmniBlend zu einer cremigen Sahne verarbeiten. Sofort verarbeiten oder im Kühlschrank aufbewahren.

Mayo vegan

GT794818Mayonnaise habe ich in der Variante mit Ei früher immer mal wieder selbst gemacht – klassisch zu Pommes Frites oder auch als Aioli mit Olivenöl und Knoblauch. Den deutlichen Ei-Geschmack mochte ich aber nie so wirklich, und deshalb hat mich die Idee, Mayo vegan herzustellen, wirklich begeistert. Inzwischen wird gar keine Mayo mehr gekauft :-), und das Rezept ist wirklich kinderleicht:

100 ml Soja-Reis-Milch
200 ml Öl
1 TL Senf
1 TL Zitronensaft
etwas Salz und Pfeffer

Sojamilch, Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer in den Mixbehälter geben. Low-Taste betätigen und langsam das Öl hinzugeben. Ganz von allein sorgt das in der Sojamilch enthaltene Lecithin dafür, dass die Mayonnaise eine feste, cremige Konsistenz erhält. Sollte sie etwas weich bleiben, im Schraubglas eine Weile in den Kühlschrank stellen.

Zutaten Mayonnaise BehälterMayonnaise im Behälter

Diese Mayonnaise ist sehr weiß. Wer das nicht mag, kann einen halben Teelöffel Kurkuma hinzugeben. Um den Ei-Geschmack zu erzeugen, eine Prise Kala Namak-Salz in die Mayo geben*.

* Kala Namak ist ein indisches bzw. pakistanisches Steinsalzmineral, das in Lava- und Vulkanminen abgebaut wird. Es besteht wie Kochsalz aus Natriumchlorid, enthält aber typische “Verunreinigungen”, die vulkanischen Ursprungs und deshalb schwefelhaltig sind. Dadurch entsteht der stark schwefelige Geruch, der geschmacklich an Ei erinnert. In der indischen Küche wird das “schwarze Salz” in zahlreichen Gerichten, z.B. Garam Masale, in Chutneys und Raitas verwendet.

Vorsicht beim ersten Einsatz: Nur vorsichtig daran schnuppern – für Ungeübte ist der schwefelige Geruch abstoßend und erinnert stark an faule Eier. Entsprechend nur in sehr kleinen Mengen verwenden!

mayonnaise Glas Zutaten dunkler Tisch

 

immer wieder lesenswert

Foer_Tiere_essen

So jung und schon ein Klassiker: Safran-Foer; Tiere essen

Ein Schriftsteller wird Vater und beschließt, sich ernsthaft mit seiner Ernährung auseinanderzusetzen, um entscheiden zu können, ob sein Kind vegetarisch aufwachsen soll. Er beginnt zu recherchieren, vertieft sich in Studien zum Thema, befragt Tierrechtler und Schlachter, bricht nachts in Hühnerfarmen ein und geht der Frage auf den Grund, was Essen eigentlich für Menschen bedeutet.
Jonathan Safran Foer hat mit seinem Buch “Tiere essen” ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Massentierhaltung verfasst, das mit der Aufforderung an uns alle endet, unsere

eigenen Ess- und Lebensgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen.
Ein großartiges Buch, dessen literarische Qualität die Katastrophe der Massentierhaltung umso bedrückender erscheinen lässt.
www.kiwi-verlag.de/buch/tiere-essen/978-3-462-04044-9/

Jonathan Safran Foer, Tiere essen
Fischer Taschenbuch
ISBN 9783596188796
EUR 9,99

oder in dieser wunderschönen kleinen Ausgabe, ebenfalls von Fischer
ISBN 9783596512850
EUR 12,00
http://www.fischerverlage.de/buch/tiere_essen/9783596512850

Theorie, die polarisiert

Vagedes_vegup

Vagedes: veg up – Die Veganisierung der Welt

ganz schön sperrig, dieses Buch! Nicht nur, dass man es quer halten muss, um zu lesen, zu allem überfluss ist der text ohne einen einzigen großbuchstaben geschrieben – satzzeichen gibt es immerhin, aber die seh- und lesegewohnheiten des geneigten käufers werden schon ordentlich auf den kopf gestellt, bevor man überhaupt auch nur einen satz gelesen hat – um das mal freundlich zu formulieren…

In formaler Hinsicht ist dieses vegane Buch eine gute Diskussionsgrundlage, um die Frage zu klären, wie unkonventionell ein Text rüberkommen muss (oder darf), um eine Sache zu unterstützen, die vom überwiegenden Teil der Gesellschaft ohnehin (noch?) als verquer, abgedreht und/oder extrem betrachtet wird.

Inhaltlich bietet veg up zu Beginn einen theoretischen Einstieg in die philophischen Grundlagen des veganen Lebens. Vagedes bezieht sich auf eine Reihe prominenter, historischer Persönlichkeiten von Ghandi bis Steiner, um seine These von der bevorstehenden Veganisierung der Welt zu begründen. Anschließend nennt er weitere, historisch, religiös, ökologisch und humanitär fundierte Motive, um den Wandel zur Veganisierung voranzutreiben.

Wer sich noch nie mit der Theorie des Veganismus auseinandergesetzt hat, wird hier einige Aha-Effekte und Denkanstöße finden, die die eigene Persönlichkeitsentwicklung vorantreiben mögen.

Wer aber schon das eine oder andere Buch zum Thema gelesen hat oder auch in philosophischem und wissenschaftlichem Denken geübt ist, sucht hier vergeblich nach brandneuen Denkanstößen – und wird überdies manch einen Aspekt, der nicht ganz sauber hergeleitet oder formuliert ist, kritisieren können.

Fazit: Dieses Buch polarisiert, sowohl was Form als auch was Inhalt angeht.

Volle Punktzahl für die Konsequenz, das Produkt tatsächlich vegan herstellen zu lassen (z.B. ohne Knochenleim).

Dicker Punktabzug für die nervige Kleinschreiberei – für meine Begriffe hat sich die 69er-Literatengeneration bereits ausreichend mit diesen Spielereien auseinandergesetzt, und wenn es darum geht, Inhalte zu vermitteln, sollte man es seinen Lesern nicht noch unnötig schwer machen.

Und, lieber Herr Vagedes, wäre es nicht auch zwingend konsequent gewesen, das Buch nicht über amazon verkaufen zu lassen?

Christian Vagedes
veg up – Die Veganisierung der Welt
Sicht Verlag, 2011
ISBN 9783942346047
EUR 19,80