Gesundes Heilkraut: Die Brennnessel

Hoher Nährstoffgehalt und viele heilende Eigenschaften

Brennnesseln enthalten enorm viel Eisen. Und nicht nur das – Calcium und Magnesium sowie ein hoher Vitamin-C-Gehalt sprechen dafür,  Brennnesseln immer mal wieder als Smoothie-Grundlage zu verwenden oder ein Pesto daraus zu zaubern. Brennnessel wirkt starkt entzündungshemmend, entschlackend, entsäuernd und blutdrucksenkend und wird deshalb schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze verwendet.

Außerdem gehört sie zu den Wildkräuterarten, die ganzjährig verfügbar sind – wenn das mal nicht ein weiterer Grund ist, sie öfter mal als Smoothie-Zutat zu verwenden! Die Angst vor den zarten Brennhaaren ist übrigens völlig unbegründet. Denn sobald die Blätter verarbeitet worden sind (vor allem nach dem Zerkleinern im Mixer) brennen sie natürlich nicht mehr. Versprochen!

Wer es lieber mag, einen sehr grünen Smoothie zu trinken (und damit den Chlorophyll-Anteil zu erhöhen), sollte noch andere grüne Blätter in den Smoothie geben, zum Beispiel Petersilie.

Zutaten für den Brennnessel-Petersilie-Smoothie

eine Hand voll Petersilie und Brennnesseln
1 Apfel
1 Orange
1/2 Mango
200 ml Wasser oder Kokoswasser

Zubereitung

Petersilie und Brennnesseln waschen und verlesen, grobe Stängel entfernen. Apfel vierteln und vom Stielansatz befreien, Orange und Mango schälen.

Zutaten mit der Flüssigkeit in den OmniBlend geben und mit Taste HIGH etwa eine Minute mixen oder das 60-Sekunden-Programm starten.

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We are family – Brennnessel-Petersilie-Smoothie

we are family Brennessel Orange Apfel Mango Trinkhalme Papier

 

Ihr wollt Euren Lieben mal was richtig Gesundes unterjubeln? Mit einem grünen Smoothie kein Problem: Da schmeckt niemand die Brennnesselblätter raus, wetten?

Die Brennnesselblätter pflückt Ihr am besten im eigenen Garten – oder dort, wo Ihr sicher seid, dass sie nicht verunreinigt sein können, also fernab von Straßen und Hunde-Ausführwegen. Nehmt ein Paar Gummi- oder Latexhandschuhe mit, wenn Ihr Euch nicht traut, die Blätter einfach anzufassen. Pflückt die oberen, frisch ausgetriebenen Blätter.

 

we are family Brennessel Petersilie Orange Apfel Mango Papier

 

Zutaten:

1 Handvoll Petersilie- und junge Brennnesselblätter, gemischt
1 Apfel
1 Orange
1/2 Mango
250 ml kaltes Wasser

 

Zubereitung:

Brennnessel- und Petersilieblätter gründlich waschen und verlesen. Orange und Mango schälen und in grobe Stücke schneiden. Apfel waschen, vierteln und vom Stielansatz befreien. Alle Zutaten mit dem Wasser in den Mixbehälter geben und das 60-Sekunden-Programm starten.

 

we are family Brennessel Petersilie Apfel Orange Trinkhalm Papier

Veganes Pesto – Grundrezept

Pesto weiße Schale Fladenbrot dunkler Holztisch

Ein Pesto ist blitzschnell gemacht und eignet sich perfekt als Dip auf dem BBQ-Buffet, als Brotaufstrich zum Abendessen oder als Sauce für Pastarezepte. Hier ist das Grundrezept für vegane Pestozubereitungen:

1 große Handvoll grüne Blätter, z.B. Basilikum, Petersilie, Bärlauch oder Brennnessel
1/2 Tasse Sonnenblumenkerne
1/2 Tasse Cashewkerne
3/4 Tasse Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Pfeffer und Salz zum Abschmecken

Cashewkerne und Sonnenblumenkerne in den OmniBlend geben und mahlen. Aus dem Behälter nehmen und in eine Schüssel geben.

Olivenöl, Blattgemüse, Knoblauchzehen sowie Salz und Pfeffer in den Mixer geben und cremig mixen. Die gemahlenen Kerne dazugeben und mit der Pulstaste noch einmal durchmischen. Das Pesto mit einem Spatel oder einem Holzlöffel entnehmen und sofort servieren – oder in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

Reste verwerten: Wer die Reste, die nach dem Entnehmen im Behälter bleiben, weiterverwenden möchte, kann etwas Öl in den Behälter geben und den Mixer noch einmal starten. Das Öl in ein Schraubglas umfüllen und beim nächsten Kochen als Basis zum Zwiebeln anrösten, als Grundlage für Salatsaucen o.ä. verwenden.

Behälter reinigen: 2 große Tassen warmes Wasser und ein paar Spritzer Handspülmittel in den Behälter geben. Ein beliebiges Programm starten, bis sich alle groben Reste gelöst haben. Dann den Behälter von Hand mit warmem Wasser, etwas Handspülmittel und einem weichen Lappen oder Spülschwamm reinigen und mit klarem Wasser nachspülen. Gründlich abtrocknen.

Pesto im Behälter Draufsicht

Pesto weiße Schale dunkler Holztisch Löffel Draufsicht

 

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Prickelnder Smoothiespaß

Traut Euch! Zieht die Gummihandschuhe über, geht raus in den Garten und pflückt eine gute Handvoll Brennnesseln! Zusammen mit zwei Äpfeln (Stielansatz entfernen), einer halben Zitrone (gründlich geschält) und einem Stück Avocado (ca. 1/4, ebenfalls geschält) mixt Ihr Euch in Sekundenschnelle einen prickelnden, frischen Smoothie! Wer weniger mutig ist, kann für den Anfang nur ein paar Blätter Brennnessel verwenden und stattdessen noch eine Handvoll Spinat in den Mixer werfen.

Mehr zum Thema Brennnesseln findet Ihr hier: http://omniblend.de/blog/tag-1-brennessel-vs-birne/

TAG 1: Brennessel vs. Birne

Brennnessel vs. Birne

Wir starten mit einem Brennnessel-Birne-Smoothie in den ersten Tag unserer Smoothie-Genießer-Woche.

Tag1Smoothie

eine Handvoll Brennnesselblätter

3-5 Blätter Spinat

1 1/2 Birne

1 Banane

1 Scheibe Ingwer

250 ml Wasser

Waschen Sie alle Zutaten gründlich, vierteln Sie die Birne, entfernen Sie den Stielansatz, schälen Sie die Banane und den Ingwer. Geben Sie die Zutaten in den Mixer und starten Sie das 60-Sekunden-Programm.

Tag1Behälter

Die Brennnessel ist in der Volksheilkunde ein klassischer Bestandteil jeder Frühjahrskur – ob als Tee, als Salat oder Suppenzutat. Sie reinigt das Blut, füllt die Eisendepots wieder auf, stärkt die Abwehrkräfte und wirkt gegen Müdigkeit und Erschöpfungszustände.

Brennnesseln enthalten Eisen, Kalium und Kalzium, Kiesel-, Ameisen- und Essigsäure, Histamin und Serotonin, Flavonoide, Karotinoide und Vitamin E. Die Kombination dieser Inhaltsstoffe sorgt dafür, dass der Harnfluss erhöht und vermehrt Harnsäure ausgeschieden wird. Einigen Wirkstoffen wird außerdem eine entzündungshemmende und abschwellende Wirkung nachgesagt.

Pflücken Sie die jungen Blätter der Brennnessel – am besten im eigenen Garten oder am Waldrand. Sammeln Sie nicht an Straßenrändern, Hundespazierwegen und auf fremden Grundstücken. Wenn Sie Angst vor den Brennhaaren haben, benutzen Sie Handschuhe und ziehen Sie die Blätter von unten nach oben ab – oder benutzen Sie eine Schere und einen Korb zum Sammeln.

Bitte beachten Sie, dass auch Heilkräuter unerwünschte Nebenwirkungen haben können und dass es Umstände gibt, unter denen Sie bestimmte Kräuter nicht zu sich nehmen sollten. Brennnesseln dürfen nicht bei Nierenfunktionsstörungen und bei Erkrankungen, bei denen eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr vermieden werden sollte, angewendet werden.

Pesto: Brennnessel vs. Basilikum

Das klassische Pesto Genovese besteht aus Basilikum, Pinienkernen, Pecorino, Olivenöl, Knoblauch sowie Pfeffer und Salz zum Abschmecken. Traditionell im Mörser verarbeitet, ist Pesto eine schnell zubereitete und schmackhafte Pasta-Sauce.

Für die vegane Variante kann man auf den Pecorino natürlich verzichten – Cashewkerne sind eine gute Alternative für den etwas “käsigen” Geschmack – und neben Basilikum lassen sich zahlreiche Kräutersorten problemlos zu Pesto verarbeiten.

PestoBasilikumBrennnessel

zwei Hände voll Basilikum, Bärlauch und Brennnessel zu gleichen Teilen
100 g Pinienkerne, Cashew- und Sonnenblumenkerne
150 ml Olivenöl
1 Knoblauchzehe
Pfeffer und Salz

Im Mixer mit der Pulstaste zu einer cremigen Masse verarbeiten und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Das Grün eventuell mit dem Stößel hinunterschieben, damit die Messer die Blätter schnell erfassen. Zum Entnehmen des  einen Silikonspatel verwenden.
Zum Reinigen den Mixer etwa zur Hälfte mit warmem Wasser füllen, ein paar Tropfen Handspülmittel hineingeben und etwa eine Minute mixen lassen. Dann mit einem weichen Tuch oder Schwamm auswischen und klar nachspülen. So bleiben keine Reste und Gerüche zurück.

Von wegen Unkraut!

Kaum zu glauben, dass fast jeder Gartenbesitzer versucht, die Brennnessel mit Stumpf und Stiel auszurotten – immerhin leistet sie seit Menschengedenken in zahlreichen Lebensbereichen wertvolle Dienste: als Tee und als pflanzliche Beilage in der Küche, als vielseitige Heilpflanze, als Dünger im Gemüseanbau, als wichtiges Beifutter in der Viehzucht und sowohl als Faser als auch als Färbepflanze in der Textilindustrie.

Die Brennnessel ist fast auf der ganzen Welt verbreitet, und ihr ausgedehntes und weit verzweigtes Wurzelwerk sorgt dafür, dass sie immer wieder ausschlägt. Sie siedelt sich gern auf brachliegenden Flächen an und wirkt so der Bodenerosion entgegen. Dabei bevorzugt sie sonnige bis halbschattige Standorte und stickstoffhaltige Böden. Sie ist ein ausdauerndes, mehrjähriges Gewächs und und wird bis zu 1,50 m hoch. An ihren Sprossen und Laubblättern befinden sich feine Brennhaare, die bei der kleinsten Berühung abbrechen und einen schlangengiftähnlichen Stoff enthalten, der bei Berührung ein unangenehmes Brennen verursacht.

In Zeiten knapper Nahrung diente die Brennnessel als “Ersatzspinat” und konnte mit ihrem hohen Gehalt an Eisen und Mineralien dazu beitragen, dass wenigstens die Versorgung mit lebenswichtigen Mineralien sichergestellt war. In der ökologischen Viehzucht wird sie aus diesem Grund auch heute noch gerne als vitaminreiches und kräftigendes Beifutter für Küken, Ferkel und Kälber genutzt.

Die Heilwirkung der Brennnessel ist weithin bekannt: die harntreibende und blutbildende Wirkung war schon römischen und griechischen Ärzten bekannt, und auch die schleimlösende und gallenstärkende Wirkung wird in der Naturheilkunde oft beschrieben. Die in der Brennnessel enthaltenen Gerbstoffe helfen gegen Magenbeschwerden und bei Durchfall, und Muskel- und Gelenkerkrankungen lassen sich im Rahmen einer Kur therapieren. Selbst schmerzlindernde Eigenschaften gegen rheumatische und arthritische Beschwerden konnten in einer Studie nachgewiesen werden. Nur bei eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion sollte die Brennnessel nicht angewendet werden.

Schon vor Jahrtausenden wurden Brennnesseln für die Herstellung von Fischernetzen, Stricken und Stoffen verwendet. Die Stängel der alten Pflanzen der Großen Brennnessel haben sehr lange und feste Bastfasern, die extrem reißfest sind und viel Feuchtigkeit aufnehmen können. Deshalb wurden sie noch im Zweiten Weltkrieg für die Herstellung von Armee-Bekleidung verwendet. In früheren Zeiten galten sie als Leinen der armen Leute, und insbesondere zu Zeiten der Baumwollknappheit boomte der Anbau von Brennnessel für die Textilindustrie. Seit Hanf als alternativer textiler Rohstoff wiederentdeckt wurde, ist daneben auch Nessel wieder mehr in den Blickpunkt gerückt.

Große Brennnessel (Urtica dioica), Haarnessel, Saunessel, Nettel, Donnernessel, Feuerkraut, Eselskraut, Scharfnessel, Hanfnessel
Brennessel_jung

Brennnesseltee:

8 TL junge getrocknete Brennnesselblätter mit
1 Liter kochenden Wasser übergießen.
Sud 10 Minuten lang ziehen lassen und mit einem feinen Sieb abseihen.

2 – 3 Tassen pro Tag trinken

Wirkt harntreibend, entzündungshemmend, entschlackend und schmerzlindernd.